Fritz-Reuter-Literaturmuseum
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Förderverein Reuter-Museen e.V.

Der Vorstand:

Renate Drefahl, Vorsitzende

manfred.drefahl[at]gmx.de

Malchiner Straße 94, 17166 Teterow; Tel.: 03996 - 183111 

 

Gudrun Osmann, Geschäftsführerin

gudrun.osmann[at]t-online.de
Simonshofer Straße 61 a, 91207 Lauf; Tel: 09123 - 961 28 29

 

Ute Mohns, Schatzmeisterin

Dorfstraße 65

17153 Grammentin

 

Aktuell:

Erste Versammlung im Jahr:

Im Fritz-Reuter-Literaturmuseum nach dem öffentlichen Vortrag von Marco Zabel:

Termine des Jahres für Radtour und Autotour wurden abgestimmt:

Die Auto-Tour ist für den 04. Juni geplant, dann soll es von Stavenhagen nach Burg Schlitz gehen, mit einer Führung durch den Park. Anschließend wollen wir nach Teterow weiterfahren und uns mit der "Regulus" auf die Burgwallinsel bringen lassen. 
Die Fahrrad-Tour planen wir am 02. Juli zu machen, sie wird uns über Ivenack wahrscheinlich an den Tüzener See führen.    

 

Ebenso wurde die Teilnahme an der kommenden Museumshofffete bestätigt.

Zuvor stellte Cornelia Nenz die Ergebnisse der Förderung des Vereins vor: 1. der Erwerb des Briefkonvoluts, bei dem der Verein geholfen hat, 2. die Schautafel, mit der die ALG nun auch unser Museum bei der Leipziger Buchmesse vorstellen wird, 3. die "Franzosentid" in der japanischen Übersetzung von Watanabe aus dem Besitz von Willi Finger-Hain.

 

 

Rückschau 2015: 

 

 

 

Würdige Verabschiedung der verdienstvollen Vorsitzenden Bärbel Liebezeit, als Geschenk eine Graphik von Günter Horn... Wir freuen uns, dass Frau Liebezeit dem Verein als aktives Mitglied erhalten bleibt.

 

Förderverein Reutermuseen e.V. auf den Spuren Fritz Reuters

Zu einer festen Größe im Leben des Fördervereins haben sich die Ausfahrten zu literarischen oder persönlichen Wirkungsstätten Fritz Reuters entwickelt.

So führte am 20. Juni eine Auto-Tour, die wieder einen großen Zuspruch fand, in „Dörchläuchtings“ Land, in das Schloss und das 3-Königinnen-Palais nach Mirow. Viel Wissenswertes erfuhren wir in den wunderbaren Führungen über die Geschichte des Landstrichs, über den Schlossbau auf der kleinen Insel im Mirower See und über die Historie des Mecklenburg-Strelitzschen herzoglichen, später großherzoglichen Geschlechts.

Im Schloß gab es u.a. das Gewitterzimmer Dörchläuchtigs zu sehen. Im Palais erfuhren wir, weshalb aus dem kleinen Herzogshaus 3 Töchter die

Königinnenwürde erhielten. Wir machten einen Rundgang durch den „Ritterkeller“, einstmals der Eiskeller zur Aufbewahrung der herzoglichen Lebensmittel. Das kleine Kirchenmuseum in der Johanniterkirche machte uns bekannt mit der Geschichte der Religion und des Ordens. Der Aufstieg

auf den Kirchturm belohnte mit einem herrlichen Rundblick auf Mirow und die wunderbare Umgebung. Zum Ausklang führte eine Bootsfahrt in fast unberührte Natur.

Unseren nächsten Ausflug unternahmen wir mit Fahrrädern am Sonnabend, dem 04. Juli. Über das „Unkel-Bräsig-Dörp“ Jürgenstorf, Kittendorf und Mittelhof führte die Route nach Clausdorf (Aussichtsturm) und dann an den Rützenfelder See. Während uns bei der Autoausfahrt durch die herrliche mecklenburgische Landschaft strömender Regen begleitete, wartete dieses Mal bereits am Morgen in Stavenhagen eine „hahnebüchene Hitze“

auf uns. Hemdsärmel und Strohhut schützten ein wenig vor den sengenden Strahlen. Gut, dass weise Männer in Mecklenburg darauf gedrängt hatten, die Kunststraßen mit schattenspendenden Alleen zu säumen, denn für die Fahrradfahrer erwiesen sie sich an diesem Tag als wahres Elexier.

 

Kleinere Pausen, wie in Jürgenstorf bei Unkel Bräsig am Häunerwiem oder in Mittelhof auf dem Stuhlkreis sorgten für ein Auftanken der Kräfte. Dann führte der Weg durch bereits goldgelbe Gerstenfelder, durch eine hügelige Wiesenlandschaft und auf schattige Waldwege. Nur ein paar

Unerschrockene nahmen dann noch die Tour nach Clausdorf auf sich. Die Mehrheit ließ sich nach der Ankunft in Rützenfelde vom See zum Bade einladen, um dann erfrischt das von den Mitgliedern gespendete Picknick zu genießen.

Ein kleiner Vortrag mit plattdeutsche Geschichten sorgte für

geistigen Genuss, so dass mit neuer Energie bei wahrhaft tropischen Temperaturen die Rückfahrt nach Stavenhagen angetreten werden konnte.

Ein herzliches Dankeschön an alle Vereinsmitglieder, die zum guten Gelingen des Wandelns auf Reuters Spuren beigetragen haben.

Renate Drefahl, Förderverein Reutermuseen e.V.

 

 

Vier Museen bewahren und pflegen das Erbe Fritz Reuters  

Der Förderverein stellt sich vor 

 

Der Förderverein wurde am 16. März 1991 auf Initiative der Fritz Reuter Gesellschaft gegründet.

Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Reuter-Museen zu unterstützen bei

 - der Erhaltung und Vermehrung der Museumsbestände 

- Ausstellungen und Veranstaltungen

- der Herausgabe von Veröffentlichungen

- wissenschaftlichen Arbeit

Der Verein hat den Museen mehrfach den Erwerb neuer Sammlungsgegenstände ermöglicht. So hat er Anschaffung und Restaurierung des Aquarells von J. Bahr „Reuter am Stammtisch“ sowie den Erwerb von Handschriften und anderemMuseumsgut mitfinanziert. Mehrfach wurden Veröffentlichungen aus den Museen gefördert. Bei der Erneuerung der Museen in Eisenach, Neubrandenburg und Stavenhagen hat er sich an der Ausstattung beteiligt. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Reuter-Wagner-Museums Eisenach veranstaltete der Verein eine wissenschaftliche Tagung über Reuters Eisenacher Zeit.

In Stavenhagen ermöglichte  er die Anlage des Rad- und Autowanderwegs „Natur und Literatur  auf den Spuren von Fritz Reuter“ mit einem Begleitheft und sorgt  für die Erhaltung der Erläuterungstafeln an diesem Weg. Der Verein fördert die ehrenamtliche Tätigkeit in den Museen. Alljährlich wirken Vereinsmitglieder in Stavenhagen bei der Gestaltung der Museumshoffete mit und organisieren eine Radtour auf den Spuren von Fritz Reuter. Anlässlich des 200. Geburtstages Fritz Reuters  im Jahr 2010 wird ein besonderes Engagement des Fördervereins zur Unterstützung der Aktivitäten gefordert sein. Zu allem braucht der Förderverein Ideen und Geld von seinen Mitgliedern. Wenngleich die Museen  bisher beachtliche Bundes- und Landeszuschüsse erhielten und künftig wohl  auch erhalten werden, ist doch für ihre Arbeit, insbesondere bei Neuerwerbungen, Sonderausstellungen, Tagungen, Veröffentlichungen die Unterstützung durch Freunde und Förderer sehr hilfreich.

Der Förderverein ist deshalb daran interessiert, weitere Mitglieder zu gewinnen. Die Mitglieder werden regelmäßig über die Arbeit des Vereins unterrichtet. Sie treffen sich jährlich einmal zur Mitgliederversammlung, die in Verbindung mit den Reuter-Tagen der Fritz Reuter Gesellschaft e. V. an wechselnden Orten stattfindet. Stets  sind die Mitglieder nach ihrer kritischen Meinung über die Museumsarbeit gefragt. In allen Reuter-Museen haben sie freien Zutritt.

Der Mitgliedsbeitrag beträgt 15 Euro im Jahr. Spenden und Mitgliedsbeiträge werden steuerlich anerkannt. Beitrittserklärungen nehmen  der Vorstand und alle Reuter-Museen gern entgegen. Ein Beitrittsformular findet sich in einem Faltblatt, das in Kürze in den Reuter-Museen erhältlich ist.

 


Die Museen

Museum Festung Dömitz  - Fritz Reuter Gedenkhalle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Erinnerung an Fritz Reuters „Festungstid" wurde 1958 im Turm des ehemaligen Kommandantenhauses, in der Festungskapelle, eine Gedenkstätte eingerichtet. Gezeigt wird eine Ausstellung mit Bild- und Schrifttafeln über Reuters Studentenzeit in Jena, seine Tätigkeit in der Burschenschaft, den Hochverratsprozess und die Haftzeit. Als Rarität ist daneben eine umfassende Sammlung von Reuter-Notgeld aus den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts zu sehen. Die Ausstellung ist räumlich verbunden mit dem Hauptgebäude des Museums, in dem Abteilungen zur Festungsgeschichte, Stadtgeschichte, Elbeschifffahrt und regionalen Volkskunde zu besichtigen sind.

Die Festungsanlage ist als einzige Flachlandfestung Norddeutschlands in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. lm Festungshof finden häufig kulturelle Veranstaltungen, vor allem Konzerte, statt. Die landschaftliche Lage der Stadt am Zusammenfluss von Elde und Elbe ist von besonderem Reiz und lädt zum Besuch der Umgebung der Festung ein.

Festungshof

19303 Dömitz

Te.: 038758 - 22401

www.festung-doemitz.de

E-mail: museum-doemitz@t-online.de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Freitag:        9.00 - 17.00 Uhr

Samstag, Sonntag:        10.00 - 18.00 Uhr

1.November - 30. April:  geöffnet bis 16.30 Uhr

 

Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Popularität verdankt die Stadt ohne Zweifel ihrem berühmten Sohn Fritz Reuter, der hier im Jahr 1810 geboren wurde. Das Geburtshaus, ehemals Stavenhagens Rathaus, in dem der Vater Fritz Reuters fast 40 Jahre lang als Bürgermeister arbeitete und lebte, bewahrt heute eine umfangreiche Sammlung von Reuters Handschriften, Dokumenten und Sachzeugen und eine Fachbibliothek mit etwa 15000 Bänden.

Die Gedenk- und Forschungsstätte zeigt in einer modernen literarischen Ausstellung „Fritz Reuter - Leben, Werk und Wirkung“, Entwicklung der niederdeutschen Sprache und Rezeption der Reuter-Werke bis heute.

Eine ständige Ausstellung im Haus 2 ist dem Leben und dem Werk des Malers und Illustrators Ernst Lübbert (1879 - 1915) gewidmet.

Die napoleonische Besetzung Mecklenburgs vor 200 Jahren ist das Thema der Dauerausstellung „Franzosenzeit in Mecklenburg 1806 bis 1813“ im Gewölbe des Stavenhagener Schlosses. Gezeigt werden die historischen Ereignisse, das Alltagsleben der mecklenburgischen Bevölkerung und die literarische  Verarbeitung dieser Zeit, verbunden mit einer einzigartigen historischen Waffensammlung.

 

Markt 1

17153 Stavenhagen

Telefon: 039954 - 21072

www.Fritz-Reuter-Literaturmuseum.de 

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag:   9.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag:              9.00 - 20.00 Uhr 

Wochenenden, Feiertage: 10.00 - 17.00 Uhr 

 

Fritz Reuter- Richard Wagner- Museum Eisenach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zentrale Lage der kleinen Residenzstadt Eisenach, die

günstige Verkehrsanbindung und der Wunsch nach einem kunstsinnigen und liberalen Großherzogtum, dem von Sachsen- Weimar- Eisenach, ließen Reuter in Thüringen seinen Wohnsitz nehmen. Mit dem Bau seiner Villa im Helltal am Fuße der Wartburg begann in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts die Besiedlung des Eisenacher Südviertels. Fritz Reuter hat hier zusammen mit seiner Frau Luise seinen Lebensabend verbracht und starb mit 63 Jahren 1874 in seinem Haus. 1897 eröffnete das Haus als “Reuter-Wagner-Museum” mit der nach Bayreuth bedeutsamsten Wagner-Sammlung.

Die Beletage vermittelt dem Besucher noch heute die Lebens- und Wohnatmosphäre von Fritz Reuter und seiner Frau. 

Das Museum besitzt Bilder von Reuters Hand, Handschriften und des Dichters Bibliothek. Im wunderschönen Ambiente des Salon finden neben der Reihe “Hausmusik bei Reuters” vor allem literarisch - musikalische Veranstaltungen statt, das Beson-dere, die Verbindung von Literatur und Musik unterstreichend. Fritz Reuter, der “Mecklenburger in Thüringen”, und seine Frau haben auf dem neuen Eisenacher Friedhof in einem klassizistischen Grabmal ihre letzte Ruhe gefunden.

 

Reuterweg 2

99817 Eisenach

Telefon: 03691 - 743293

Fax: 03691 - 743294

www.eisenach.de

Öffnungszeiten:

Dienstag - Sonntag: 11.00 bis 17.00 Uhr  

 

Regionalmuseum Neubrandenburg - Reuter-Kabinett

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reuters erfolgreichste Schaffenszeit, in der seine bekanntesten Werke entstanden, sind die Jahre in Neubrandenburg (1856-1863). Hier hatte er auch einen großen Freundeskreis und bezog aus dem Umgang mit ihm für seine Werke ganz wesentliche Anstöße, Unterstützung und Kritik. Das Gemälde "Ick will juch vertellen" von Johann Bahr ist Ausdruck dafür.

Von den Häusern in Neubrandenburg, in denen Reuter wohnte, ist lediglich das Haus des damaligen Kaufmanns Steinlein erhalten (Stargarder Strasse Ecke Pfaffenstrasse). Am Wohnhauswechsel lässt sich der gesellschaftliche Aufstieg des Literaten gut ablesen. Im Steinlein-Haus befindet sich heute ein Reuter-Cafe.

Die Ausstellung des Museums erlebt demnächst ihren Umzug in das neue Gebäude im Franziskanerkloster.

Treptower Str. 38

17033 Neubrandenburg

Telefon: 0395-5551270, Fax: 0395-5552936

www.museum-neubrandenburg.de  

E-mail: museum@neubrandenburg.de

  


Reuter heute      

Fritz Reuter ist der bekannteste  und noch immer meistgelesene niederdeutsche Schriftsteller. Seine Werke sind in mehreren Millionen Exemplaren erschienen. Ihre Verbreitung reicht bis nach Japan und Amerika. Früher wurden Reuters Werke in vielen Familien gelesen, sie waren im besten Sinne des Wortes volksttümlich. Auch den heutigen Leser beeindrucken das große Erzähltalent, die farbigen Menschen- und Naturschilderungen, dieDarstellung des  alten Mecklenburg, die Menschlichkeit und der Humor, aber auch Reuters scharfe Kritik an den politischen und sozialen Verhältnissen seiner Zeit.

Die Literaturwissenschaft rechnet Reuter nach wie vor zu den Dichtern von nationalem Rang.

In Reuters Werken spiegelt sich mecklenburgische Wesensart wider. Reuters Dichtung ist für Mecklenburg-Vorpommern ein gewichtiges kulturelles Erbe, das beide, Mecklenburg und Vorpommern, verbindet. Reuters Sprache hat das Plattdeutsch in allen Teilen des Landes mitgeprägt. Der Umgang mit seinen Werken kann dazu beitragen, dass das Plattdeutsch weiter lebendig erhalten wird und Interesse auch bei jungen Menschen findet.

Lesen die Menschen heute auch nicht mehr so viel wie früher, so können sie doch Reuters Dichtung auch in den Museen begegnen. Dort sieht und erfährt der Besucher vieles anschaulich aus dem Leben und Schaffen des Dichters und begreift etwas von der Welt, in der seine Werke spielen.

Fünf Museen in Deutschland widmen sich dem Leben und dem Werk des Schriftstellers: die Heimatstube Altentreptow  besonders seiner Treptower Zeit, die Festung Dömitz Reuters Festungszeit, das Regionalmuseum Neubrandenburg seinen produktivsten Jahren in der Vorderstadt, das Reuter-Wagner-Museum Eisenach den letzten Jahren, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen dem gesamten Leben, dem Werk und der Rezeption.

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